Im Zuge meines Darstellungswechsels (vom Hochmittelalter ins Frühmittelalter, 10. Jahrhundert) wollte ich auch einen neuen Körperpanzer anschaffen, der etwas mehr Funktionalität als das alte Kettenhemd hat. Das ist als Schlagschutz nämlich denkbar ungeeignet und Stiche zum Körper sind im Freikampf keine Gefahr. Neben einem einigermaßen vollständigen vernieteten/gestanzten Kettenhemd, das in Gjermundbu gefunden wurde, existieren aus der Wikingerzeit wohl relativ wenige Belege für Rüstungsteile; am nächsten dran sind noch einige in Schweden (Birka) gefundene Stahllamellen, die wohl Teil eines Lamellenpanzers waren. Diese Panzer sind aus späteren Zeiten und anderen Regionen bekannt - da die Waräger eine rege Reisetätigkeit gen Byzanz unternommen hatten, ist es wohl nicht zu weit hergeholt, daß Lamellenpanzer im 10. Jahrhundert bekannt, wenn auch nicht unbedingt sehr beliebt waren. Sagas berichten wohl davon, daß Krieger ihre Rüstung wegen des zu warmen Wetters vor der Schlacht im Lager ließen und lieber ohne kämpften.