In meinem Bestreben, meine
Gier nach immer neuen Gadgets mit einem
beruflichen Grund zu verbrämen, habe ich nach dem EEE PC nun auch eine UMTS-“Flatrate” von Moobicent beschafft. Hinter Moobicent steht die VictorVox, einer der größeren T-Mobile- und Vodafone-Reseller. Die “Flatrate” schreibe ich in Anführungszeichen, weil sie eigentlich keine ist: Zwar ist das übertragbare Datenvolumen prinzipiell unbegrenzt, ab
10 5 GB wird jedoch gedrosselt, und zwar auf unerträgliche GPRS-Geschwindigkeit.
Für mich ist das soweit OK, denn wie schon in meinem EEE-Posting erwähnt, brauche ich kein UMTS, um unterwegs meine 1000 liebsten You(porn|tube)-Videos ansehen zu können, sondern um “im Falle des Falles” eine Möglichkeit zur Reaktion zu haben. Und wichtig war mir auch eine portable Lösung, die gut zum EEE PC 901, aber auch zu meinem anderen Laptop oder im schlimmsten Fall sogar dem Laptop eines Anderen paßt.

Gestern flatterte mir nun das Paket ins Haus, relayed über firmensitz.filoo.de, weil die schlauen Leute, die das Bestellsystem bei Moobicent konzipiert haben, leider nicht in der Lage sind, für Lieferung und Rechnungsversand verschiedene Adressen aufzunehmen. Man könne aber direkt beim Versandunternehmen intervenieren und das Paket umleiten. Naja. Hat eher nicht so gut geklappt. Im Paket ist außer der SIM der USB-UMTS-Stick gewesen, der ausgefuchsterweise die Treiber direkt auf dem Stick enthält. Vermutlich ist diese Idee seit etwa 200 Jahren Usus, mir aber noch nicht untergekommen. Das ist aber der “Plug & Play”-Idee schon recht nahe, zumal mein Eee ja nun auch nicht wirklich ein optisches Laufwerk hat.
Ärgerlich ist, daß die ziemlich schnarchige und wohl von der Windows-GUI-Programmierung Unkundigen zusammengestöpselte Connection-Management-Software scheinbar unter Windows Pflicht ist und man sie für jede Verbindung starten muß. Das dauert auf dem EEE gut und gern eine halbe Minute.

Die SIM-Karte konnte ich erst heute freischalten lassen und innerhalb von 1,5 Stunden war auch das erledigt. Nach kurzer Netzauswahl (initial wurde nur GPRS angeboten, obwohl UMTS als “bevorzugt” markiert war - weiß jemand, warum das so ist?) funktionierte dann auch alles überraschend problemlos. Jetzt werde ich in den nächsten 6 Monaten - so lang geht nämlich erfreulicherweise der Vertrag - versuchen, all meine “kein DSL”-Plätze abzuklappern (ist zum glück nur eine Handvoll) und dort die Netzverfügbarkeit testen.
Ein Stichwort - oder sollte man sagen “Reizwort” - ist natürlich noch VoIP. Die Anwender mögen’s, der Netzbetreiber haßt es, weil es ihm die im Vergleich zu Datentarifen ungleich höhere Minuten-Marge entzieht. VictorVox sagt dazu in der FAQ folgendes:
Voice over IP steht zur Verfügung, kann aber seitens des Netzbetreibers Vodafone D2 Deutschland GmbH technisch jederzeit unterbunden werden. Es besteht kein Nutzungsanspruch Ihrerseits.
Das ist doch mal eine reelle Ansage. Momentan wird aber noch nicht geblockt.
Zum Preis: Ich zahle jetzt im Rahmen einer (vermutlich ewig währenden) Sonderaktion € 29,95 monatlich, der USB-Stick kostet bei kurzer Vertragslaufzeit € 99,00. Das ist etwas teurer als z.B. der O²-eigene Stick, aber immer noch erträglich. Dafür ist mein Stick glänzend schwarz und paßt prima zum EEE.
Fazit: Mal sehen, was es in der Praxis taugt. Im schlimmsten Fall kommt die UMTS-Flatrate nach 6 Monaten wieder weg und der Stick auf eBay...
UPDATE: Gerade lese ich
hier, daß wohl seit August schon ab 5 GB gedrosselt wird. Sehr unschön. Mal sehen, ob es mich betreffen wird.
UPDATE 2: Moobicent führt diese Änderung jetzt auch offiziell auf der Homepage und ja, es betrifft mich.
Zitat von der Moobicent-Homepage:
Bis zu einem Datenvolumen von 5 GB im jeweiligen Abrechnungszeitraum wird die jeweils aktuell maximale verfügbare Bandbreite bereitgestellt, ab 5 GB steht GPRS-Bandbreite zur Verfügung. Vodafone behält sich vor, nach 24 Stunden jeweils eine automatische Trennung der Verbindung durchzuführen.
UPDATE 3: Es gibt bei fonic auch die Möglichkeit, eine “Tagesflatrate” für € 2,50 zu buchen. Eine Vorstellung des Produkts gibts im Blog auf
eee-pc.de. Die Kommentare finde ich besonders informativ (Vergleich der Preismodelle mit Schnittpunkten der Preise, Drosslungen etc.).
Um zu testen, wie sich der EEE PC 901 mit einem USB-UMTS-Stick verhält (und zwar dem hier beschriebenen), habe ich das voll aufgeladene Gerät vom WLAN getrennt (d.h. die WLAN-Funktion ausgeschaltet) und den UMTS-Stick eingesteckt. Eine HSDPA-Verbindung wu
Tracked: Sep 16, 17:28