Tja, ich konnte doch nicht widerstehen und habe mir direkt letzten Montag, als er in der Karstadt-Zeitungsbeilage bei der HAZ inseriert wurde, einen EEE PC 901 zugelegt. Das Gerät ist ebenso niedlich wie praktisch und löste schon beim Durchlesen der ersten Artikelbeschreibung in den diversen Gadget-Blogs den “Habenwill”-Trieb aus. Für die Zwecke, die ich damit verfolge - nämlich eine möglichst einhundertprozentige Abdeckung mit Internet über meine Lebenszeit gemessen - sollte es auch erfüllen.
Einhundert Prozent? Naja, bei der
Filoo GmbH, die ja nun einmal von Internetdienstleistungen lebt, geschehen bisweilen auch Störungen, sei es durch uns oder durch Kunden(-equipment) zu verantworten. Irgendjemand muß das dann nachts geradebiegen und ich habe die Erfahrung gemacht, daß das mit einem Windows-Smartphone beschwerlich ist. Spätestens, als ich auf dem Mittelaltermarkt in Bückeburg (vergleichsweise fernab von WLAN-Hotspots) im Zelt liegend nachts um drei einen Stromausfall durch ein defektes Servernetzteil analysieren und Gegenmaßnahmen ergreifen mußte, habe ich gemerkt, daß ein Notebook immer dabei sein muß. Ein Fullsize-Gerät ist aber nicht nur schwerer und empfindlicher, sondern auch von der Akkulaufzeit her unpraktischer als ein Netbook (das ja genau für diesen Use Case, wenn auch u.U. nicht primär für berufliche Anwender, konzipiert ist).
Zurück zum Ausgangspunkt.
Das Display ist mit 1024*600 nicht besonders üppig (besonders dann nicht, wenn man mein Monitorsetup auf der Arbeit kennt - 3520*1200 Pixel Desktop Estate) bemessen, die Tastatur gilt als größtes Manko. Daher: unbedingt vor dem Kauf ausprobieren! Das vorinstallierte XP enthält ein OpenOffice, äh, StarOffice (gibt es da eigentlich bis auf den Namen irgendeinen funktionalen Unterschied? Und was ist die “Asus Edition”?), mit dem man sicher einen kurzen Schreib-Test machen kann. Mir liegt die Tastatur bis auf die Randtasten (+,’,ä,ß) gut in der Hand, allerdings ist die Pipe (“|”) nur über den gleichzeitigen Druck von fn und AltGr zu erreichen. Ebenso < und >, für HTML-“Programmierer” ist das eee 901 also wohl eher nichts.
Das Touchpad (das nicht per fn-Shortcut deaktivierbar ist), ist sehr leichtgängig, so daß man mit dem Handballen beim Tippen gerne mal “klickt” und den Focus verschiebt. Unpraktisch. Genauso unpraktisch wie die extrem schwergängigen Maustasten. Nett ist hingegen die Scrollfunktion (mit zwei Fingern tippen und ziehen).
An sich waren das die Kritikpunkte. Der VGA-Ausgang taugt was und läßt sich ohne Probleme auch bis 1920*1200 betreiben (da wirds dann allerdings im Vergleich zu DVI etwas matschig), Powerpoint funktioniert auch problemlos, so daß man das Gerät als Präsentationsnotebook bzw. Zuspieler für den Beamer betreiben kann. In Anlehnung an die in der c’t durchgeführten Tests und empfohlenen Programme habe ich VLC mit je einem SD- und HD-XViD gestartet -> funktioniert prima. Sound gibts auch, auf Wunsch sogar in Pseudo-3D. Der Soundkartentreiber meldet pflichtschuldigst “Ein Stecker wurde eingesteckt”, sobald man die Kopfhörer einstöpselt. Das muß nicht sein, das weiß ich selber. So vergeßlich bin ich dann doch nicht.
Zum eigentlichen Grund dieses Postings: Ich habe heute morgen das Gerät im Büro eingeschaltet, auf “Auto Power Save” gestellt (eines der Asus-eigenen Energie-Profile, die über eine Schnellwahltaste zugänglich sind), das WLAN im AP eingebucht und das Display auf hellste Helligkeit gestellt. So stand das Gerät nun von 09:00 Uhr bis exakt 14:30 - da ging es aus. Es stand still, d.h. keine nennenswerte Aktivität, aber dafür auch wirklich die ganze Zeit mit angeschaltetem Display. Der Akku hat ein paar komplette Zyklen hinter sich, der Test sollte also halbwegs aussagekräftig sein. Vorsichtshalber werde ich ihn nächste Woche wiederholen (Achtung: Fortsetzungsgeschichte!).
Das ganze sieht in einem Diagramm etwa so aus:
Ich bin zufrieden und vielleicht hilft diese Aussage ja dem
einen oder anderen mit Kaufambitionen schon weiter. Die
Biergartentauglichkeit wurde ja schon an anderer stelle getestet...
Übrigens funktioniert auch DVB-T mit einem USB-Stick problem- und ruckelfrei. Als PVR würde ich den eee allerdings eher nicht nehmen, die 12 GB auf der Daten-SSD sind doch recht schnell durchgenuckelt.
In meinem Bestreben, meine Gier nach immer neuen Gadgets mit einem beruflichen Grund zu verbrämen, habe ich nach dem EEE PC nun auch eine UMTS-“Flatrate” von Moobicent beschafft. Hinter Moobicent steht die VictorVox, einer der größeren T-Mobil
Tracked: Sep 03, 14:37