Man sollte ja meinen, Peter Huth würde endlich mal langsam den Rand halten. Aber nein, der Meister der left.php ist leider wieder im Geschäft (u.a. wieder bei den mittlerweile für ihre grandios, äh, weiterbildenden Inhalte berüchtigten Sat1-Sendungen wie Planetopia.Online). Offenbar ist bei den Privatsendern die Fachkenntnis eher zweitrangig.
Auf der Webseite, deren Namen auszusprechen Unglück bringt, befleißigt sich unser lieber, leider sehr unbedarfter junger Freund nach wie vor höchst investigativer Recherche. So geht er dem hochbrisanten Nachrichtendienst-Spam auf den Grund. Die bösen, zickigen Provider allerdings hindern unseren selbsternannten Retter der Windows-User-Welt an seinem immens wichtigen Tun:
Die Absender des Spams fühlen sich sicher, dank der so auf Datenschutz
bedachten Provider. Welches Rechtsgut dabei mehr wiegt - der Datenschutz oder der Schutz vor Spam,
das müssen wohl die Gerichte klären. Leider ist es so, dass der Spammer “Systemcheck”
immer weitermacht. Die Sanktionsmöglichkeiten der Provider, wenn überhaupt eingesetzt,
keine Wirkung zeigen. Meine regelmäßigen Onlinesitzungen bringen mir Nachrichtendienst-Spam
über Hansenet.
Das ist, lieber Herr Huth, genau derselbe Datenschutz, den Sie an anderer Stelle (z.B.
hier) mit Ihren hochwertigen Produkten fördern, und der verhindert, daß die Filmindustrie an Ihre T-Online-IP kommt. Dieser Datenschutz ist gesetzlich verankert, und das ist gut so. Eigentlich sollten Sie das als Mitbegründer der taz doch eigentlich ganz gut verstehen.
Wir kommen also zu dem Schluß, daß dem Herrn Huth der Datenschutz gar nicht so wichtig ist. Das ist natürlich eine Meinung, die man respektieren muß, vor allem wenn sie so
konsequent umgesetzt wird wie von Huth.
Kann mir BITTE mal jemand erklären, was ausgerechnet diesen Mann zu einem “Internetexperten” macht und ihn befähigt, sich über Sicherheitsprobleme zu äußern? Ach ja, er hat ja ‘ne Securityfirma. Die macht auch Audits und solche Sachen. Und dann sagt der Herr Huth ganz schlaue Dinge:
Erschreckend ist, dass wir auch viele Anbieter gefunden haben, die sich im Kerngeschäft um die Sicherheit anderer Unternehmen kümmern, sich selbst aber eklatante Sicherheitslücken leisten. Das heißt, das Problem potentiert sich so völlig selbständig. (Die
Quelle gehört auch Huth)
Man glaubt es kaum, aber ich bin
vollkommen seiner Meinung.
Zurück zum Thema: Wenn man Leute, die sich offenbar nicht die Bohne um Sicherheit kümmern (“Auf ein Neues? Gruß, Peter Huth”), und denen sensitive Kundendaten genausowenig wert sind wie die zu Recht schützenswerten Daten von ISP-Kunden, schon ins Fernsehen bringt, sollte man nicht auch dafür in den Knast gehen? Schließlich ist die radikale Sorte der Volksverdummung, nämlich die Volksverhetzung, durchaus strafbar (und auch das ist gut so).
Dann hieße es bald “Aaaaah, frrrrische Volksverdummer!” Am besten, Jamba und die ganzen anderen Handytonverchecker gehen gleich hinterher, und von der großen Zeitung mit den
vier Buchstaben fange ich lieber gar nicht erst an.
Es ist ja auch nicht so, als gäbe es nicht genügend wirklich Befähigte, die sich für telegen genug halten, einigermaßen
vernünftige Informationen im Fernsehen unter die Leute zu bringen. Es kann ja nicht so teuer sein, die mal für eine investigative Sat1-Sendung anzuheuern...
Auf der Suche nach dem richtigen kann man viel Spass mit den falschen haben, aber schaut euch mal das Video an und nachdem Ihr gelacht habt, denkt mal nach was hier vom Zuschauer gehalten wird. ...
Tracked: Dec 12, 23:19
Volksverdummung - Rätselraten, Quizsendungen mit Anrufsystemen (Voicemail) wie funkioniert das eigentlich. hier mal kurz erklärt wie gross die Chance auf das schnelle Geld ist. ...
Tracked: Dec 12, 23:23
Die Verbraucherzentrale Hamburg bittet die Verbraucher um Mithilfe bei der Aufdeckung von Mogelpackungen und anderen versteckten Preiserhöhungen. Wir fordern die Anbieter auf, das Vertrauen der Verbraucher nicht mit solchen Tricks aufs Spiel zu setzen...
Tracked: Dec 12, 23:23