Auch wenn’s mittlerweile fast einen Monat her ist, doch noch ein paar Eindrücke von der CeBIT 2008. Ihr könnt ja weiterblättern, wenn es Euch zu langweilig ist...
Anders als die vergangenen Jahre konnte ich aus beruflichen Gründen (sprich: für Messespaß gibt’s nicht die ganze Woche frei) dieses Jahr nur am ersten Messetag, dieses Mal ein Dienstag, auf unser aller Lieblingsmesse.
Der Grund war auch immer derselbe: ein Artikel für die iX. Mittlerweile ist dieser Artikel erschienen, Ihr findet ihn in der iX 04/2008. Ich habe den Überblicksartikel zu Forschung und Wissenschaft zusammen mit Kersten Auel geschrieben, die sich hauptsächlich mit Themen der Computergrafik beschäftigt.
Mehr Eindrücke im erweiterten Eintrag...
Zurück zum Thema. Der erste Eindruck von der CeBIT war: Alles wie
üblich, nur etwas leerer. Als ich aus dem (glücklicherweise nicht
bestreikten) Zug stieg, strömten gefühlt etwas weniger als die üblichen
Horden mit mir gen Eingang Nord. Von da an war alles wie üblich -
Pressetaxi zum Pressezentrum, von da in Halle 5 zum Heisestand und -
Staun! Der sieht ja ganz anders aus! Etwas größerer “Backstagebereich”,
größerer Vortragsbereich und anderes Layout. Da mittlerweile das zweite
Jahr keine Knoppix-DVDs mehr frei unters Volk gebracht wurden, hielt
sich die Beutelrattendichte auch sehr in Grenzen.
Auf dem
folgenden Rundgang fiel immer mal wieder -- selbst an sonst
heißbegehrten Stellen in den Hallen -- diverser notdürftig
verschleierter Leerstand auf. Der Linux-Park, sonst eigentlich immer
voll, hatte dieses Jahr deutliche Lücken. Das kann eigentlich nur
bedeuten, daß die CeBIT für die kleinen OSS-basierten Unternehmen
unerschwinglich oder generell uninteressant geworden ist. Der Status
als “must have” ist auf jeden Fall passé.
In der (nur schnell
durchstreiften) Taiwanecke war auch alles beim Alten: Zeitunglesende
Chinesen am einzigen Sitzplatz im 3*3m-Reihenstand, deren Mitarbeiterin
MP3-Player, Hüllen für MP3-Player, Zubehör für MP3-Player oder eine
Kombination daraus feilbot. Auch auf dem ATX-Gehäusemarkt ist der
Perver....äh, Kreativität scheinbar immer noch keine Geschmacksgrenze
gesetzt.
In Halle 9, der “Forschungshalle”, war der BMBF-Stand
ein wenig kleiner geworden, ansonsten ist Fraunhofer wie immer mit viel
Aufwand und dieses Jahr recht wenig Content auf der Messe. Aber auch
das ist nur natürlich (und legitim), gehen doch die meisten EU- und
BMBF-Projekte über mehrere Jahre und man kann nicht jedes Jahr nur neue
Ideen präsentieren. Wen mehr Details interessieren, der sei freundlich
auf meinen Artikel in der
iX 04/2008 hingewiesen.
Bei Asus habe ich kurz den (leider alten) EEE-PC bewundert, die aktuelle Variante konnte ich nicht entdecken. Samsung, die ihre Stände nun konsolidiert haben (Halle 1 ist ja dicht, und verschiedene Stände für Drucker, Heimelektronik, Handies und Computer ergeben nun wirklich nicht viel Sinn), präsentierten wieder mehr Notebooks ohne Glare-Display - dieser unglückselige Trend ist wohl endlich vorbei. Außerdem soll es wohl noch in 2008 einen äquivalenten Nachfolger zum legendären Q10 geben. Prima, Anfang 2009 brauche ich nämlich ein neues Gerät.
Abends stand dann die Heise-Messeparty an, die wie jedes Jahr im Varieté GOP stattfand. Was soll man sagen: Jede Menge nette und interessante Leute, gutes Essen und reichlich Bier sorgten dafür, daß das Aufstehen am folgenden Tag ein My schwerer fiel als üblich.
Insgesamt habe ich mich selber gewundert, wie wenig ich die CeBIT vermisse - noch letztes Jahr wäre eine Anwesenheit an weniger als 4 bis 5 Messetagen für mich ein schmerzlicher Verlust gewesen...